Unsere Freiwillige Feuerwehr Groß Mackenstedt konnte im Jahr 2002 auf ihr 100jähriges Bestehen zurückblicken. Eine kurze Zeitspanne, gemessen an dem Jahrhunderte währenden Kampf der Menschen gegen Feuersbrünste und Naturgewalten – längst vergessen scheinen die Zeiten der großen Stadtbrände im Mittelalter doch lang genug, um zu erkennen, wie segensreich sich der Entschluss ausgewirkt hat, das Löschwesen zu organisieren.

Aber wie sah es vor dieser Zeit mit dem Feuerlöschwesen aus? Jeder Hausbesitzer hatte früher dafür zu sorgen, dass in seinem Haus ein Feuerhaken, eine lange Leiter und ein Wassereimer (zunächst Ledereimer) zur Verfügung standen.

Aus damaligen Presseberichten über Schadenfeuer geht in keinem Fall hervor, dass es in der Gemeinde Gr.Mackenstedt ein organisiertes Löschwesen gegeben hat.

So zum Beispiel im Jahre 1840 in Delmenhorst:

„67 Taler für Groß Mackenstedt – Als am 18.4.1840 in Groß Mackenstedt 29 Gebäude abbrannten und 66 Menschen obdachlos wurden, sind nach 14 Tagen beim Stadtkämmerer 67 Taler und 30 Groschen und viele Kleider, Betten und Lebensmittel eingegangen…“

Zeitungsartikel vom 29. August 1899:

„Sonntag Mittag brannte in Groß Mackenstedt der zwölfjährige, etwa sieben Morgen große Fuhrenbestand des Vollmeiers Heinrich Corßen (später Lennartz/Hoberg, Harpstedter Str. – A.d.R.) ab. Das Feuer scheint durch Fahrlässlichkeit entstanden zu sein, denn in der Nähe fand man einen glimmenden Zigarrenrest. Durch Auswerfen von Schutzgräben wurde das Feuer schließlich bewältigt.“

Auch im Bericht vom 23.Juli 1901 über den Brand nach einem Gewitter bei „Cordes im Moor“ (Siek) wird keine Feuerwehr erwähnt.
In der Zeit um die Jahrhundertwende gab es nur in den großen Gemeinden wie zum Beispiel in Brinkum, Leeste, Kirchweyhe und Harpstedt bereits Feuerlöschspritzen. Für die Gemeinde Groß Mackenstedt war damals die Feuerlöschspritze aus Brinkum zuständig, die gewöhnlich telefonisch herbeigerufen wurde.