Das 50jährige Jubiläum, das am 4. Mai 1952 mit einem Zeltfest bei Meinhard Meyer, Malsch, gefeiert wurde, zeigte unverkennbar die Verbesserung in Ausrüstung und Gerät. Die Wasserversorgung wurde durch den Bau von Bohrbrunnen vorangetrieben. Außerdem war man bemüht, junge Leute, hauptsächlich in Siek, Eggese und Lehmkuhl, für den Feuerwehrdienst zu gewinnen. Der Kauf eines Löschgruppenfahrzeuges (LF 8) war dann „krönender Abschluss“ einer Entwicklung, die man unter Berücksichtigung der schwierigen Verhältnisse nach dem Krieg als beispielhaft ansehen muss.

Mit der Anschaffung des neuen Fahrzeuges erhöhten sich auch schlagartig die Einsätze, da die Groß Mackenstedter Feuerwehr mit dieser modernen Ausrüstung zu einem wichtigen Glied in der nachbarlichen Löschhilfe geworden war. 1961 kam noch eine neue Tragkraftspritze hinzu.

Für die Jugend war es jetzt ein erstrebenswertes Ziel, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Groß Mackenstedt zu werden. Diese, man kann sagen, radikale Verjüngung hatte zur Folge, dass auch die Geselligkeit wieder mit im Vordergrund stand. Das kulturelle Dorfleben wurde durch Veranstaltungen, wie Frühjahrs- und Herbstball im „Steller Krug“ bereichert. (Auf weitere Veranstaltungen gehen wir gesondert ein.)

Am 22. Februar 1969 wurde der langjährige Gemeindebrandmeister Georg Vögel wegen Erreichen der Altersgrenze von unserem Kameraden Günter Hägedorn in der Führung der Wehr abgelöst. Georg Vögel hat die Wehr 30 Jahre geführt und wurde zum Ehrengemeindebrandmeister ernannt.

Mit der Fertigstellung der Autobahn (BAB 1 Hansalinie) kam automatisch ein weiteres Aufgabengebiet auf die Wehr zu – die technische Hilfeleistung! Am 20.9.1968 hatte die Wehr den ersten Einsatz auf der Autobahn und gleichzeitig eine Bewährungsprobe zu bestehen. Ein mit Baumwolle beladener LKW brannte. Der Einsatz zog sich über zwei Tage hin. Hierbei zeigte sich, dass es notwendig war, von Wasserstellen unabhängig zu sein. Die Gemeinde entschloss sich 1969, ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug (TLF 16) von der Berufsfeuerwehr Berlin zu kaufen.

Die Ausrüstung mit technischen Hilfsgeräten erfolgte jetzt systematisch Jahr für Jahr. Hebekissen, Motorsäge, Aggregat, hydraulische Schere, Greifzug, Halogenscheinwerfer und Atemschutzgeräte sind nur einige der vielen Geräte, die bei Autounfällen und ähnlichen Einsätzen notwendig waren.

1974 ein historisches Jahr: In diesem Jahr erfolgte im Rahmen der Gebiets und Gemeindereform der Zusammenschluss der Gemeinden Brinkum, Fahrenhorst, Groß Mackenstedt, Heiligenrode, Seckenhausen und Stuhr zur Großgemeinde Stuhr. Gleichzeitig erhielten die bisherigen Feuerwehren dieser 6 Gemeinden den Status einer Ortsfeuerwehr in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Stuhr.

Der Gemeindebrandmeister von Groß Mackenstedt, Günter Hägedorn, wurde am 23. April 1974 auf der Versammlung der 6 Wehrführer und deren Stellvertreter zum Gemeindebrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Stuhr gewählt. Seinen Platz im jetzigen Ortsteil Groß Mackenstedt übernahm auf der Jahreshauptversammlung am 3. Mai 1974 sein bisheriger Stellvertreter Arnold Meyer als Ortsbrandmeister. Stellvertreter des Ortsbrandmeisters wurde Fritz Rohde.

Ein Höhepunkt in der Geschichte der Wehr war die Stationierung des neu beschafften Rüstwagens (RW 1) im Jahre 1976 in Groß Mackenstedt. Dieses speziell für Hilfeleistungen ausgerüstete Fahrzeug erhöhte die Einsatzbereitschaft ganz erheblich.

Durch den Kauf dieses dritten Feuerwehrfahrzeuges, das zunächst in einer hergerichteten Scheune untergestellt worden war, entsprach das Gerätehaus nicht mehr den Anforderungen. Die Gemeinde Stuhr genehmigte den Bau eines modernen Gerätehauses am gleichen Platz, der wiederum durch einen Grundstückstausch vergrößert wurde. Noch im Jahr 1977 zum 75. Jubiläum wurde mit den Bauarbeiten begonnen.