In den ersten Jahren nach der Gründung führten die Einsatzfahrten fast ausschließlich in die Nachbarorte. Hier werden in Zeitungsberichten als Ziel Varrel und Moordeich am meisten genannt. Wie wenig jedoch die Feuerwehren in dieser Zeit dem Feuer entgegensetzen konnten, geht aus den folgenden Berichten über Großfeuer in unserer Gemeinde hervor:

Der erste größere Einsatz in unserer Gemeinde scheint am 15. Juli 1905 stattgefunden zu haben. Hierzu der Verfasser eines Zeitungsartikels:

„Am heutigen Nachmittage ging hier ein furchtbares Gewitter nieder. Der Blitz traf das Haus des Anbauers Hagedorn in Siek (jetzt Strodthoff, Reitschule Siek – A.d.R.) und äscherte es trotz der energischen Tätigkeit der Groß Mackenstedter Feuerwehr in kurzer Zeit ein. Ihrem raschen und umsichtigen Eingreifen ist es zu verdanken, dass das lebende und tote Inventar größtenteils gerettet und das Feuer auf seinen Herd beschränkt wurde. Die Tochter des Hauses wurde von einem Blitz gestreift.“

Im Laufe der Zeit, etwa ab 1905, ließ die Rivalität unter den einzelnen Feuerwehren nach. Es entwickelte sich bei zahlreichen gemeinsamen Übungsdiensten eine gute Kameradschaft.

Das Jahr 1907 wurde gekennzeichnet durch den frühen und plötzlichen Tod des Führers der Wehr, Hauptmann Gerhard Bruns (gestorben am 12. April 1907). Dessen bisheriger Stellvertreter, Heinrich Stührmann aus Stelle, wurde fast einstimmig am 27. April 1907 zum Hauptmann und Johann Klusmeyer, Groß Mackenstedt, zum Stellvertreter gewählt.

Ein düsteres Kapitel, auch für die Freiwillige Feuerwehr, begann mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges. Die meisten aktiven Kameraden wurden eingezogen. Im Protokollbuch finden wir die Eintragung:

„Die fehlenden Mannschaften wurden durch Hülfsmannschaften ersetzt, die hierzu von der Behörde verpflichtet wurden.“

Als im Jahre 1918 diese furchtbare Zeit endlich zu Ende ging, hatte die Freiwillige Feuerwehr Groß Mackenstedt den Tod von 8 Kameraden zu beklagen.