Als einer der ersten Veranstaltungen des Stuhrer Ferienspaßes, fand am 29.06.24 die Aktion der
Stuhrer Feuerwehr, „Ein Tag Feuerwehrfrau- / Mann“, statt.
Zum mitleirweile siebten Mal luden Uwe und Sandra Banach, vom Fachbereich
Brandschutzerziehung, mit ihrem Helferteam ins Feuerwehrhaus nach Stuhr ein. Zehn interessierte Kinder
hatten sich zuvor für diesen Tag angemeldet.
Das Team um das Ehepaar Banach hatte sich auch in diesem Jahr ein tolles Programm
ausgedacht. Nachdem die Kinder mit Helmen und Handschuhen ausgerüstet waren, ging es auch schon los.
Zum Thema erste Hilfe wurde geübt, wie ein Verband angelegt wird, das Auffinden einer
bewusstlosen Person und diese dann in die stabile Seitenlage zu bringen, stand auch mit auf dem
Plan. Ebenfalls sollten sich die Kinder gegenseitig in die sogenannte Schocklage bringen.
Selbstverständlich besprachen die Teilnehmer wie ein Notruf richtig abgestzt wird und was hierbei
alles zu beachten ist. Die Übungspuppe „Gustav“ musste auf ein sogenanntes Spineboard gelegt
werden. Die Kinder wurden angeleitet wie sie mit dem Board umgehen sollen und wie der
Abtransport des Patienten zu erfolgen hat.
Während des erste Hilfe Teils, bauten Kim Bellmann und Henning Meyer einen Hindernissparcour
auf. Ziel war es, dass die Kinder Aufgaben als Team bewältigen. Es ging dabei auch um die
Kommunikation und Ideen wie ein gemeinsames Ziel erreicht werden kann. Die Kinder waren mit
großem Eifer bei der Sache und überraschten mit außergewöhnlichen Lösungsvorschlägen.
Genauso talentiert und mit ebensoviel Teamgeist ging es danach zum Schläuche ein- und
ausrollen. Alles was die Kinder bisher gemacht und erlebt haben, war wichtig für die
Abschlussübung.
Kim Bellmann demonstriete den Kindern die Schutzausrüstung und legte die Ausrüstung des
Atemschutzgeräteträgers an. Im Zusammenhang dazu wurde auch der sogenannte
„Totmannschalter“ gezeigt und demonstriert.
In der Mittagspause stärkten sich die Kinder mit Hot Dogs.
Nach dem Essen war Abkühlung angesagt. Draußen vor dem Feuerwehrhaus wurde das
sogenannte Hydroschild aufgebaut und bescherte den Kindern und dem Betreuerteam eine
willkommene Erfrischung.
Nach Stärkung und Erfrischung wurde die Einsatzlage einstudiert, die den Eltern am Nachmittag
präsentiert werden sollte. Die Kinder wurden in verschiedene Trupps eingeteilt und erhielten
Einweisung in die entsprechenden Aufgaben.
Szenarion war folgendes:
„Gustav“ hat eine Gasflasche aus seinem Schuppen geholt. Er läuft am Rollator. Leider kann er die
Füße nicht mehr richtig heben und ist über sein Hilfsmittel gestolpert. In Folge dessen stürzte er in
die Hecke und die Gasflasche fiel auf den Boden. Aufgrund der trockenen Witterungsbedingungen
war die Hecke und ein kleiner Holzhaufen in der Nähe des Patienten, sehr trocken. Ein
vorbeikommender Passant hat eine Zigarette weg geschnippt und das Holz so entzündet.
Also musste „Gustav“ befreit und medizinisch versorgt werden. Die Gasflasche gekühlt und der
Brand gelöscht werden.
Der Ablauf wurde mehrmals durchgesprochen und geübt. Die Kinder waren konzentriert und
motiviert bei der Sache.
Am Nachmittag wurde noch eine Muffinpause eingelegt für die Sandra Schokomuffins gebacken
hatte, damit bei der finalen Übung alle genügend Energie haben.
Während des gesamten Ferienspaß wurde stets darauf geachtet, das alle genug trinken und es
wurden immer wieder kleine Trinkpausen eingelegt.
Zum Abschluss kamen auch der Ortsbrandmeister Torsten Strauß und sein Stellvertreter Thomas
Bredemeier. Sandra begrüßte die Eltern und gab einen kleinen Einblick was den Tag über passiert
ist. Ebenso schilderte sie das folgende Szenario, das die Kinder einstudierten.
Die Kinder fuhren dann mit zwei Fahrzeugen zum „Einsatz“ vor. Alle Kinder waren hoch
konzentriert und erledigten ihre Aufgaben mit Bravour. Auch die Gruppenführerin hatte alles im
Griff und führte mit lauter Stimme ihre Truppe an.
Henning Meyer war unter Atemschutz und prüfte mit einen Gasmelder, ob von der Gasflasche
Gefahr ausging. Anschließend befreite Uwe Banach mit der Akku Rettungsschere den Patienten
„Gustav“ aus seinem Rollator, in dem er sich verfangen hatte. Als er befreit war rückte das
Rettungsteam an und versorgten „Gustav“ medizinisch. Während dessen wurde die
Wasserversorgung aufgebaut und alles war zum Kühlen der Flasche und Löschen des Brandes
bereit.
Der gesamte Einsatz stand unter den Feuerwehrmotto: Löschen, Retten, Bergen und Schützen.
Nach erfolgreichen Einsatzende aplaudierten die anwesenden Eltern und zeigten sich begeistert,
wie toll ihre Kinder den Einsatz abgearbeitet haben.
Abschließend erhielten die Kinder eine Urkunde für die Teilnahme an dieser tollen Aktion.
Ebenfalls wurde auch das Helferteam mit einer Urkunde geehrt.
Die Kinder waren sich am Schluss einig, es war ein toller Tag und sie hatten eine tolle Zeit bei der
Freiwilligen Feuerwehr Stuhr.
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