Brinkum-(mg). Am Montagabend führte die Ortsfeuerwehr Brinkum um 19:30 Uhr eine umfangreiche Zugübung an der Syker Straße durch. Das Einsatzszenario lautete: F2 – Wohnungsbrand mit Personen im Gebäude.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte eine Wohnung, aus der zwei Personen an unterschiedlichen Fenstern um Hilfe riefen. Zudem wurde ein weiterer Bewohner vermisst. Die beiden Personen wurden jeweils über Steckleitern aus dem Gebäude gerettet und konnten nicht beschreiben, wo sich die dritte Person befindet.
Parallel dazu verschafften sich weitere Einsatzkräfte gewaltsam Zugang zur Wohnung. Hierbei kamen ein Halligan-Tool sowie ein Kombispreizer zum Einsatz. Anschließend ging ein erster Trupp unter Atemschutz mit einem C-Rohr zur Menschenrettung in die stark verrauchte Wohnung vor. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung (künstliche Vernebelung) herrschte in den Räumen nahezu Nullsicht.
Zeitgleich bereitete sich ein weiterer Atemschutztrupp darauf vor, über die Vorderseite des Gebäudes mittels Steckleiter durch ein Fenster in die Wohnung einzudringen, um die Suche nach der vermissten Person aufzunehmen.
Im weiteren Verlauf der Übung gingen zusätzliche Atemschutztrupps zur Unterstützung in die Wohnung vor. Nach intensiver Suche konnte der vermisste Wohnungsbesitzer (dargestellt durch eine 75 Kilogramm schwere Übungspuppe) gefunden werden. Anschließend wurde eine Rettung über das Fenster mittels Leiterhebel vorbereitet.
Parallel hierzu wurde ein Atemschutznotfall simuliert. Dabei galt ein Atemschutzgeräteträger als verunglückt und musste im Rahmen einer sogenannten „Mayday-Lage“ schnellstmöglich gerettet werden. Die eingesetzten Trupps teilten sich daraufhin auf, um sowohl die Rettung des Wohnungsbesitzers als auch die Suche und Rettung des verunfallten Atemschutzgeräteträgers durchzuführen. Dieser konnte schließlich über das Treppenhaus aus dem Gebäude gerettet werden.
Nach knapp eineinhalb Stunden wurde die Übung beendet.

















